Neue S3C-Leitlinie für Sepsis
(ein viel zu wenig thematisiertes Problem)

Trotz unseres hervorragenden Gesundheitssystems liegt die Sterblichkeitsrate bei Sepsis in Deutschland mit 36,4% deutlich über dem europäischen Durchschnitt (26.5%) und sogar über dem weltweiten Durchschnitt (33,3%; Quelle: https://sepsis-hilfe.org/de/sepsis/haeufigkeit.html). Es gibt Schätzungen, wonach es in Deutschland zwischen 15.000 und 20.000 vermeidbare Todesfälle durch Sepsis per anno gibt.

Dennoch werden diese eklatanten Missstände selten thematisiert und es entstehen viel zu wenig Initiativen bei allen beteiligten Parteien des deutschen Gesundheitswesens. Sepsis ist hierzulande ein „Blinder Fleck“. Eine Ursache ist die unklare Datenlage. Je nach Quelle variieren die Zahlen ungewohnt stark. So differenziert z.B. das statistische Bundesamt die Sepsis-Sterbefälle nach Erregern, was die jeweiligen Fallzahlen klein macht (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html)

Die große Mehrheit der Fälle entstehen außerhalb von Krankenhäusern. Da Sepsis eine akute Notfallsituation darstellt, sind insbesondere Hausärztinnen und -ärzte gefordert, Sepsis zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Screenshot aus dem Youtube-Video der Sepsis-Stiftung:
Häufige Symptome bei Sepsis