Ärztliche Peer Review
Qualitätssicherung durch kollegialen Austausch

 

Aus dem Curriculum der Bundesärztekammer: „Ärztliche Peer Review ist definiert als kritische (Selbst-) Reflektion des ärztlichen Handelns im Dialog mit Fachkollegen – unter Verwendung eines strukturierten Verfahrens mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung“.

Bei einer Peer Review werden zwischen Kollegen*innen in der Vorbereitung die Organisation und die inhaltlichen Schwerpunkte abgestimmt, bevor dann der geschulte Peer die Praxis des Reviewten besucht. Der Peer beobachtet die Abläufe und Tätigkeiten genau (mit Fokus auf die abgestimmten Schwerpunkte) um dann zusammen mit dem/der Reviewten Kollegen*in das Praxishandeln kritisch zu reflektieren. Dabei spielt der wertschätzende, einfühlsame Umgang miteinander eine große Rolle. Die Punkte werden beschrieben und es werden Fragen gestellt, aber es wird nicht bewertet.

Die abschließend besprochenen Empfehlungen sind naturgemäß immer sehr praxisnah und lassen sich in der Regel sofort umsetzen. Der Peer kann bei der zuständigen Kammer die Maßnahme für Fortbildungspunkte genehmigen lassen.

Die in der Regel anderthalbtägigen Schulungen zum Peer werden regelmäßig von den Landesärztekammern angeboten. Im Anschluss an die Schulung nimmt der / die Ausgebildete als Gast an zwei Peer Reviews teil, bevor die erste „eigene“ Review geplant werden kann.

Hier Link zur Fortbildungssuche der Bundesärztekammer: https://www.baek-fortbildungssuche.de/
Dazu das Curriculum der Bundesärztekammer (74 Seiten): https://www.bundesaerztekammer.de/CurrAerztlPeerReview2013.pdf
Eine Seite der KBV zum Thema, dort ist auch ein interessanter Videobericht (6 Minuten)  über eine ärztliche Peer Review eingebunden: https://www.kbv.de/html/1150_39347.php