Jameda: Ärzte können gegen ungewünschte Listung vorgehen

 

Drei Landgerichte haben im März dieses Jahres geurteilt, dass Jameda die Einträge der Ärztinnen und Ärzte löschen muss, die geklagt hatten. Jameda ist in Berufung gegangen, die Verfahren werden also in den Oberlandesgerichten fortgeführt werden.

Diese Entscheidungen sind wegweisend, wenn man sich vor Augen führt, was da kommen wird: Jameda hat kürzlich 20 Millionen EUR „Wachstumskapital“ von seiner Mutter Hubert Burda Media erhalten. Von Doctolib hört man (unbestätigt), dass ein dreistelliger Millionenbetrag für den gleichen Zweck eingesammelt wurde. Was machen diese Unternehmen nun mit all dem Geld? Sie werden immer aggressiver Kunden werben (Ärztinnen und Ärzte) und sehr viel Geld in die technische Entwicklung Ihrer Webseiten und Services stecken. Von diesem Geld für Entwicklung wiederum wird ein großer Teil der sogenannten „Search Engine Optimization“ (SEO) gewidmet werden. In dieser Marketing-Disziplin geht es darum, auf der Suchergebnisseite zu den relevanten Suchanfragen („Arzt“, „Arzt in Wuppertal“, „Hautarzt-Praxis Buxtehude“ etc.) möglichst weit oben zu erscheinen, ohne dafür Google zu bezahlen (was auch geht, das nennt man dann „Search Engine Advertising“, SEA). Wer oben steht, wird geklickt, so einfach ist das.

Damit werden sich diese Plattformen zu „Gatekeepern“ entwickeln, die sich im Web bzw. in den Suchergebnissen zwischen Patienten und Praxen stellen. Was man dagegen tun kann? Gute Frage, vielleicht mal nach Lösungen googeln…

Hier ein Link zu einem Artikel des Ärzteblattes über die jüngsten Gerichtsurteile: https://www.aerzteblatt.de/archiv/208521?rt=a2a4569ca75563ae014db25c4e05545d