Mit großer medialer Aufmerksamkeit ist „Vivy“ veröffentlicht worden. Die App wurde im Auftrag von zahlreichen gesetzlichen und auch privaten Versicherern entwickelt. Sie hat somit jetzt schon eine potenzielle Zielgruppe von ca. 25 Milllionen Versicherten.

Die KBV hat auf drei Seiten die wichtigsten Informationen für Sie zum Umgang mit Vivy zusammengefasst:
https://www.kv-thueringen.de/dateien_zum_herunterladen/2018-09-20_KV-InfoAktuell_200_Digitalisierung_Gesundheitsakte_Vivy.pdf

Dort ist unter anderem zu lesen: „Kommt ein Patient mit einer Vivy-Gesundheitsakte zu einem anderen mit- oder weiterbehandelnden Arzt, besteht keine Verpflichtung, diese zum Teil umfangreichen Daten auszuwerten oder zu nutzen. Die elektronische Gesundheitsakte nach § 68 SGB V dient allein dem Informationsrecht des Patienten.“

Nachdem unter anderem auf Spiegel Online Kritik eines Datenschutzexperten öffentlich wurde, hat Vivy entsprechende Nachbesserungen angekündigt. Einige Wochen später machte jedoch ein Video von der Hacker-Konferenz des CCC Furore, in dem der Sicherheitsexperte Martin Tschirsich Vivy gleich auf mehreren Wegen „geknackt“ hatte. Auch hier reagierte Vivy nach eigener Aussage mit Ausbesserungen. Dennoch haben diese Vorfälle die Diskussion um die Sicherheit in der medizinischen Digitalisierung seitdem nachhaltig geprägt.